Die COMT-Hemmer (Entacapon, Opicapon, Tolcapon) sind Medikamente, die ausschließlich in Kombination mit Levodopa eingesetzt werden. Sie wirken, indem sie das Enzym Catechol-O-Methyltransferase (COMT) blockieren. Dieses Enzym baut normalerweise Levodopa im Körper ab. Wird es gehemmt, gelangt mehr Levodopa ins Gehirn, und die Wirkung hält länger an. Ziel ist es, die Wirkungsschwankungen („On-Off-Phänomene“) im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf zu reduzieren.
- Entacapon: wird zu jeder Levodopa-Dosis zusätzlich eingenommen. Es ist zuverlässig wirksam, erfordert aber viele Tabletten am Tag. Typisch ist eine harmlose rötlich-braune Urinverfärbung. Häufige Nebenwirkung: Durchfall.
- Opicapon: ist moderner und deutlich einfacher in der Anwendung: eine Tablette pro Tag, meist abends. Es wirkt über 24 Stunden und sorgt für eine gleichmäßige Levodopa-Wirkung. Nebenwirkungen sind ähnlich wie bei Entacapon (Dyskinesien, Schwindel, Schlafprobleme), insgesamt wird es aber meist besser vertragen.
- Tolcapon: ist sehr wirksam, aber wegen des Risikos für schwere Leberschäden nur noch selten im Einsatz. Es wird nur dann eingesetzt, wenn andere COMT-Hemmer nicht ausreichen. Bei der Einnahme sind regelmäßige Leberwertkontrollen zwingend notwendig.
Alle COMT-Hemmer können Nebenwirkungen wie Dyskinesien (Überbewegungen), Schwindel oder Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Da sie die Wirkung von Levodopa verstärken, muss die Levodopa-Dosis oft etwas reduziert werden. Insgesamt sind COMT-Hemmer eine wichtige Ergänzung im fortgeschrittenen Parkinsonstadium, wenn Levodopa allein nicht mehr ausreicht. Sie verbessern die Stabilität der Behandlung, verringern Schwankungen und helfen, die Beweglichkeit länger zu erhalten.